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Die Trainingsstunden finden mittwochs und freitags ab 17:00 Uhr sowie sonntags nach Absprache statt. Mein Name ist Paul Korb. Ich leite das Training und bin 2. Vorsitzender des VdH Landstuhl e.V. In der Folge gebe ich Euch einen Einblick in unser Hobby.
Fährtenarbeit: Bei der Fährtenarbeit ist die Aufgabenstellung, dass der Hund in einem Gelände, z.B. einem Acker oder einer Wiese, durch den Einsatz seines Geruchsinnes Gegenstände findet und den Fund seinem Hundeführer durch ein entsprechendes Verhalten anzeigt. Die Anzahl der Gegenstände und die Länge der abzusuchenden Fährte richten sich nach der entsprechenden Prüfungsstufe. Die kann sein SchH I, II oder III sowie FH 1 oder FH 2. Die Fährtenhundprüfungen FH 1 u. FH 2 sind spezielle Prüfungen, bei denen der Hund nur zur Fährtenarbeit vorgeführt wird. Speziell die Fährtensuche findet in den frühen Morgenstunden statt. Während der „normale“ Hundebesitzer noch am Frühstückstisch sitzt, ist bereits reges Treiben auf dem Fährtengelände. Denn, die Fährte muss recht früh „gelegt“ werden, da noch eine gewisse Zeit vergehen muss bis der Hund seine Arbeit aufnimmt. Dabei macht es besonders viel Spaß zu beobachten mit wie viel Eifer und Konzentration auch schon sehr junge Hunde mit der Aufgabe „Fährte suchen“ umgehen. Gerade für den Junghund ist die Fährtenarbeit der ideale Einstieg in den Schutzhundesport. Denn, das Geforderte ist ihm quasi angeboren und fällt ihm demzufolge nicht so schwer. Unter fachlich qualifizierter Anleitung lernt er rasch, dass auf das Hörzeichen "Such" von ihm erwartet wird, dass er die von seinem Hundeführer gelegte Fährte so weit verfolgt, bis er an deren Ende und damit auch an seiner Belohnung angekommen ist. Nutzt man z. B. den Nahrungstrieb des Hundes, so gelingt es schnell, dass er verknüpft "Fährte suchen = gleich Futter finden". Was passiert eigentlich in der Nase des Hundes? Aus den vom Fährtenleger zertretenen Gräsern und Kleinstlebewesen sowie aus den verletzten Ackerkrumen strömen Gerüche aus, die der Hund mit seiner feinen Nase aufnimmt und von dem anders gearteten Duft der Umgebung unterscheidet. Entsprechend den verschiedenen Prüfungsstufen steigern sich die Anforderungen an den Hund stetig. Z.B. indem ab SchHII nicht mehr sein Hundeführer, sondern eine fremde Person die Fährte legt. Zusätzlich wird die Zeit zwischen dem Legen und Ausarbeiten der Fährte verlängert und die Zahl der Richtungsänderungen und "verlorenen" Gegenstände erhöht.
Schutzdienst: Bei der Ausbildung im Schutzdienst wird der vorhandene Spieltrieb des Hundes ausgenutzt und gezielt eingesetzt. Der Hund lernt unter extremen Bedingungen auf die Hörzeichen seines Hundeführers zu reagieren. Tut er das, wird der Hundeführer, z.B. in der Öffentlichkeit, nie negativ auffallen. Neben dem Einsatz bei der Jagd dient der Hund seit seiner Haustierwerdung dem Menschen als Beschützer seiner Person und / oder seines Eigentums. Sich für das Rudel einzusetzen lernt der Welpe bereits früh von seiner Mutter. Im Rahmen des Schutzdienstes wird diese ererbte Anlage genutzt und in sportliche Regeln eingebunden. Für den Schutzdienst von entscheidender Bedeutung ist das Wesen des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke, Selbstbewusstsein und der unabdingbare Gehorsam sind die Vorbedingungen dafür, dass der Hund den geforderten Kampftrieb und Mut zeigen kann. Ein Hund, der nicht in der Hand seines Hundeführers steht und somit dessen Anweisungen nicht folgt, kann ebenso wenig eine SchH-Prüfung bestehen wie ein Hund, der im Schutzärmel nicht zufasst. Um die optimale Leistungsfähigkeit eines gut veranlagten Hundes erreichen zu können, ist eine sachgerechte Ausbildung im guten Zusammenwirken von Hundeführer, Übungsleiter und Schutzdiensthelfer notwendig. Viel Zeit und Mühe muss investiert werden bis der Hund die in der Prüfungsordnung geforderten Übungen zuverlässig ausführt. Diese gehen von der sauberen Streife nach dem Helfer bis hin zum abschließenden Transport zum Leistungsrichter. Intensive Schulungen des Übungspersonals, ständige Überprüfungen der Schutzdiensthelfer im Rahmen von Fortbildungsmaßnahmen auf Verbandsebene haben zu einem hohen Niveau der Schutzdienstausbildung geführt.
Unterordnung: Sie ist die Fortsetzung / Erweiterung der Ausbildung zum Begleithund und wird von der SchH-Stufe I bis III immer anspruchsvoller. Eine gute Unterordnung ist die unabdingbare Grundlage während der gesamten Hunde-Ausbildung. Ohne sie ist kein harmonisches Zusammenwirken von Hundesportler und Hund möglich. Im Training wird vom Hundeführer ein hoher körperlicher Einsatz verlangt. Was in der Perfektion ruhig und leicht erscheint, erfordert im Übungsstadium außerordentliche Konzentration und Fitness. Die Übungsstunde variantenreich und voller Bewegung zu gestalten ist ein Muss, damit der Hund dauerhaft Freude an der Arbeit hat. Nur wenn alle seine Sinne gefordert sind und seine Interessen berücksichtigt werden, winkt am Ende der wohlverdiente Erfolg, nämlich die korrekte und spielerisch einfach aussehende Ausführung der Aufgabe. Getreu dem Goethewort "Dem Hunde, wenn er wohlerzogen......", ist es für Jedermann ein Genuss, wenn er einen gut ausgebildeten Hund und seinen Hundeführer beim Zeigen der Übungen wie Freifolge, Abrufen, Sich auf einmaliges Hörzeichen Hinlegen, Bringen eines Gegenstandes, Überwinden von Hürde und Schrägwand und was die Prüfungsordnung sonst noch alles verlangt, beobachten kann.
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